Hauptsanierung der Rodentelgenkapelle beginnt jetzt.

Als der Förderverein der Bruchhausener Rodentelgenkapelle vor sieben Jahren gegründet wurde, erschien eine Sanierung der etwa 600 Jahre alten Wallfahrtskapelle noch als Utopie, weil es noch vollkommen unklar war, wie man knapp eine halbe Million Euro für die Sanierung aufbringen sollte. Doch nun hat der Förderverein scheinbar Unmögliches doch möglich gemacht und so konnte Fördervereinsvorsitzender Meinolf Reuther gestern voller Freude gegenüber Journalisten verkünden: „Die Finanzierung der Kapellen-Sanierung ist gesichert! Bis Weihnachten 2017 ist die Kapelle innen wie außen wieder hergerichtet!“

Den Anlass zum Pressegespräch bildete die Zusage der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die Kapellensanierung mit 80.000 Euro zu fördern. DSD-Projektrefe­rentin Dr. Karin Gehrmann übergab gestern einen symbolischen Fördervertrag mit diesem Volumen. Dieser Zuschuss bildet sozusagen den Lückenschluss in einem Finanzplan, der die Gesamtkosten für die Kapellensanierung auf 470.000 Euro veranschlagt. 

Dem Förderverein gelang es, aus verschiedenen Quellen finanzielle Zuwendungen zu erhalten. Angesichts der Baufälligkeit der Roden­telgenkapelle erhielt der Förder­verein zunächst 25.000 Euro vorn Erzbistum Paderborn, um eine Notsicherung des Gebäudes vorzunehmen. 2015 erhielt der Verein 40.000 Euro von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien. 

Viele private Spenden
„Mit diesen ersten Fördersummen, örtlichen privaten Spenden, unseren Vereinsmitgliedsbeiträgen und vor allem dank hoher handwerklicher Eigenleistung einiger unserer Vereinsmitglieder konnten wir zunächst das Notprogramm zum Erhalt der Kapelle umsetzen“, berichtet Meinolf Reuther. Die Beschaffung weitaus größerer Finanzmittel für die Kapellensanierung stand zu jenem Zeitpunkt aber noch aus. 

In den vergangene Jahren ging es dann Schlag auf Schlag: Die aus privaten Mitteln finanzierte NRW-Stiftung stellte 110.000 Euro in Aussicht. Dem Paderborner Erzbischof Becker gelang es mit Hilfe privater Sponsoren einen Förderbetrag von 100.000 Euro beizusteu­ern, die Hüstener Kirchengemeinde St. Petri als Hauseigentümerin leistet einen Zuschuss von 70.000 Euro. 

Handwerkliche Eigenleistung
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gibt jetzt 80.000 Euro dazu und nicht zuletzt beteiligt sich der Förderverein mit 100.000 Euro, wobei ein Teil dieses Betrags auch den Wert von handwerklichen Eigenleistungen darstellt. „Der Förderverein muss allerdings im Rahmen dieses Betrags auch reine Finanzmittel aufbringen, die gänzlich noch nicht vorhanden sind. Wir wollen und müssen weiterhin auf Spenden hoffen“, betont Meinolf Reuther und ist zuversichtlich, dass dies gelingt. 

Dachgebälk wird saniert
Bereits jetzt laufen in der Kapelle die Arbeiten zur Sanierung des Dachgebälks und der Deckenbalken. Auch erhält der Glockenstuhl eine Stütze. Diese Zimmereiarbeiten sollen bis Ende 2016 beendet sein. Auch der Kapellenturm wird stabilisiert. Weitere Arbeiten beziehen sich auf Empore und Treppe.

Quelle: WP Arnsberg (23.09.2016)

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